Der Abendablauf in kleinen Bildern: So finden sich die Kleinsten selbst zurecht

Landschaftsillustration

Wer mit kleinen Kindern den Abend gestaltet, kennt die ständige Frage: Was kommt jetzt? Ein Abendablauf in Bildern kann darauf eine ruhige Antwort geben, ganz ohne viele Worte. Auf kleinen Karten ist zu sehen, was nacheinander geschieht: Abendbrot, Bad, Zähneputzen, Schlafanzug, Geschichte, Licht aus. Das Kind kann selbst nachsehen, wie weit der Abend schon ist, und muss nicht bei jedem Schritt nachfragen.

Die Karten lassen sich leicht selbst machen. Du kannst Fotos vom Kind bei den einzelnen Schritten aufnehmen oder einfache Zeichnungen anfertigen. Klebe die Bilder auf festes Papier und befestige sie in einer Reihe an der Wand oder an einer Tür. Auch das Kind kann mithelfen und die Karten anmalen. Was es selbst gestaltet hat, nimmt es meist ernster, und die Bilder sind ihm von Anfang an vertraut.

So wird der Bilderablauf zum festen Begleiter

Hängt der Ablauf auf Augenhöhe des Kindes, kann es die Karten selbst betrachten. Manche Familien drehen jede erledigte Karte um oder schieben sie in eine Tasche. Andere haken jeden Schritt mit einem kleinen Aufkleber ab. Dadurch sieht das Kind, dass sich der Abend bewegt und bald zu Ende geht. Die Reihenfolge bleibt an jedem Abend gleich, damit die Bilder wirklich Orientierung geben.

Wenn ein Kind trödelt oder sich weigert, kannst du auf die Karten zeigen, statt zu schimpfen. Die Karte sagt, was jetzt dran ist, und nicht du. Das nimmt manchen Diskussionen die Schärfe. Du kannst auch fragen, welche Karte als Nächstes kommt, und das Kind antworten lassen. So bleibt das Gespräch freundlich, und das Kind fühlt sich als Teil des Abends und nicht als jemand, dem etwas befohlen wird.

Sei flexibel, wenn sich etwas ändert. An manchen Abenden fällt das Bad aus, an anderen kommt Besuch. Dann kannst du die Karte einfach herausnehmen oder eine Sonderkarte einfügen, etwa für einen kleinen Spaziergang. Das Kind sieht, dass Veränderungen möglich sind, ohne dass der ganze Abend durcheinandergerät. Mit der Zeit wächst das Kind aus den Bildern heraus, und dann ist es schön, sie als Erinnerung aufzubewahren, zusammen mit den Fotos vom Anfang.