Nicht alle in der Familie sind am Abend gleichzeitig zu Hause. Das Training endet spät, die Probe zieht sich hin, oder der Bus hat Verspätung. Wer dann heimkommt, ist oft müde, hungrig und noch voller Eindrücke. Für die anderen läuft der Abend längst nach Plan, und das Zubettgehen steht vor der Tür. Mit ein wenig Vorbereitung lassen sich beide Welten gut verbinden, und niemand muss sich übergangen fühlen.
Sprecht am Nachmittag ab, wie der Abend für den Heimkehrenden aussieht. Wo wartet das Nachtessen, wer wärmt es auf, und wer öffnet die Tür? Ein Zettel am Kühlschrank kann alle Beteiligten informieren. Die Sporttasche hat ihren festen Platz im Flur, damit sie nicht mitten in der Wohnung landet. Legt vor dem Weggehen ein Handtuch und frische Kleider bereit, damit nach der Rückkehr alles schnell geht.
Ein ruhiger Empfang
Beim Ankommen hilft eine leise Begrüssung. Wer spät heimkommt, zieht die Schuhe im Flur aus, spricht leise und schaut kurz bei den Kindern vorbei, wenn sie schon im Bett sind. Ist ein Kind selbst der Heimkehrende, darf es zuerst etwas trinken und essen, dann duschen oder sich waschen, und danach beginnt der ruhige Teil. Ein kurzer Gang um den Block hilft manchen, bevor es ins Zimmer geht.
Das gewohnte Ritual bleibt bestehen, auch wenn es kürzer ausfällt. Zähneputzen, Pyjama, ein kurzer Satz, ein Kuss und das Licht, das ausgeht: Diese Schritte lassen sich auch spät am Abend gut erledigen. Wer die Geschichte auslassen muss, kann sie am nächsten Tag nachholen oder zwei Seiten beim Morgenessen lesen. So spürt das Kind, dass nichts verloren geht, nur weil der Abend anders verlaufen ist.
Wer erst spät nach Hause kommt, darf am nächsten Morgen einen eigenen Moment bekommen. Ein gemeinsames Morgenessen, eine kurze Umarmung im Flur oder ein Bericht vom Training gehören dazu. Die anderen Familienmitglieder sind gespannt, was passiert ist. Auch das Training selbst wird so zu einem Teil der Familiengeschichte und nicht zu etwas, das den Abend unterbricht. Solche Abende gehören zum Alltag, und mit etwas Planung bleiben sie gemütlich.